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Informationen und Impressionen von einer traumhaften Insel. Bali.

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Alltag auf Bali - Einblicke in eine fremde und faszinierende Kultur

Das Leben und Wirken auf Bali unterscheidet sich wesentlich zu unserer westlichen Lebensweise. Die zeigt sich schon bei der Aufteilung des Jahres. Der balinesische Kalender zählt nur 210 Tage und danach richten sich alle religiösen Feiertage.

Aber auch der Alltag verläuft anders als bei uns. Er ist erfüllt von Glauben, Riten und Gebräuchen, die schon seit vielen Jahrhunderten ein fester Bestandteil sind. Die Familie und die Gemeinschaft des Dorfes bilden den Mittelpunkt im Leben der Menschen. Ein traditionelles balinesisches Haus ist angeordnet nach überlieferten göttlichen Gesetzen.

In der Familie hat das Essen nicht den Stellenwert wie bei uns. Gemeinsame Mahlzeiten finden nur bei größeren Festtagen statt. Ansonsten wird am frühen Morgen eine große Schüssel Reis gekocht und alle anderen Speisen für den Tag zubereitet. Jeder nimmt sich während des Tages wenn er hungrig ist einen Teller davon. Gegessen wird mit der rechten Hand und alles geht sehr schnell.

Rituale sind auf Bali wichtig und dies zeigt sich schon bei der Geburt eines Kindes. Schon vor der Geburt werden die guten Geister mit Opfergaben ermuntert das ungeborene Leben zu schützen. Direkt nach der Geburt wird bei einer Zeremonie das Fruchtwasser, die Nachgeburt, die Nabelschnur und But in einer Kokosnussschale am Hauseingang vergraben. Bis zum 42. Tag nach der Geburt wird das Baby als göttlich angesehen und erst nach einer zeremoniellen Reinigung ändert sich dies. Danach folgen weitere Zeremonien, die die Kindheit begleiten. Eine der wichtigsten Rituale wird mit Beginn der Pubertät vollzogen - die Zahnfeilzeremonie. Dabei werden den Jugendlichen von einem Priester die vier oberen Schneidezähne und Eckzähne abgefeilt, da diese als animalisch gelten. Weitere wichtige Ereignisse, die nach den göttlichen Gesetzen Riten begangen werden sind die Hochzeit und am Ende eines jeden Lebens die Verbrennungszeremonie.

Kinder wachsen auf Bali sehr natürlich auf und werden oft bis zu ihrem 3. Lebensjahr gestillt. Die Stellung von Mann und Frau ist genau definiert. Nur Männer bestellen die Felder, kümmern sich um die Haustiere und bereiten bei großen Tempelfesten die Mahlzeiten zu. Den Frauen ist es vorbehalten die Tempelopfer vorzubereiten und sie sind für die Hausarbeit und Kindererziehung zuständig. Nur die Reisernte bildet hier eine Ausnahme, bei der sowohl Männer als auch Frauen tatkräftig mithelfen. Ebenso verwunderlich mag es uns erscheinen, dass man vorwiegend Frauen an Baustellen sieht. Sie verrichten dort Schwerstarbeit.

Balinesen kennen kein Altersheim. Die ganze Familie lebt zusammen und jeder kümmert sich um jeden. Einsamkeit und Isolation sind Fremdworte. Die Verbundenheit mit der Familie kann man auch sofort als Tourist erkennen. Sobald ein Angestellter in einem Hotel einige Tage frei hat, versucht er diese für einen Besuch in seinem Dorf und seiner Familie zu nutzen. Kinderlosigkeit ist ein Makel und die Unfähigkeit Kinder zu gebären ist bis heute ein Scheidungsgrund.

Natürlich ist bei den jungen Balinesen in den Touristenzentren alles ein wenig moderner geworden und bei vielen hat sich das Rollenverhalten geändert. Doch im Wesentlichen halten auch sie an den alten Traditionen fest.

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